Vergleich
KI-Avatar-Software oder Agentur? HeyGen, Synthesia und Co. im Vergleich
Stand: 23. September 2026 · Lesezeit etwa 14 Minuten · von VeloFaces
HeyGen gibt es ab 29 Dollar im Monat, Synthesia ab 12 Euro, beide haben Gratisstufen. Warum sollte ein Unternehmen dann 29 Euro für ein einzelnes Werbevideo zahlen oder 490 Euro im Monat an eine Agentur? Die ehrliche Antwort: Manchmal sollte es das nicht. Dieser Vergleich zeigt, wann ein Werkzeug reicht und wann nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Werkzeug macht aus Ihrem Text ein Video mit KI-Avatar. Idee, Skript, Veröffentlichung, Auswertung und Kennzeichnung bleiben bei Ihnen.
- Die Gratisstufen reichen zum Ausprobieren: HeyGen erlaubt drei Videos im Monat bis eine Minute, Creatify etwa zwei Werbevideos, jeweils mit Wasserzeichen.
- Bezahltarife beginnen bei 12 € im Monat (Synthesia, jährlich) und 29 $ (HeyGen). Abgerechnet wird über Guthaben.
- Wer im Team jemanden mit Zeit für Social Media hat, fährt mit einem Werkzeug günstiger. Wer niemanden hat, bezahlt mit der eigenen Zeit.
- Die meisten Anfragen nach „HeyGen-Alternative“ meinen eigentlich: günstiger, auf Deutsch, in der EU oder jemand, der es für mich macht.
Die ehrliche Antwort vorweg
Ein KI-Avatar-Werkzeug ist wie eine gute Kamera. Es nimmt Ihnen die Technik ab. Es sagt Ihnen aber nicht, was Sie filmen sollen, und es lädt das Ergebnis auch nicht hoch. Wer das weiß und jemanden im Team hat, der Lust und Zeit für Social Media mitbringt, braucht keine Agentur. Punkt.
Wer diese Person nicht hat, merkt es meistens nach drei Wochen, wenn der erste Schwung Begeisterung verflogen ist und das nächste Video plötzlich neben Angeboten, Rechnungen und Kundengesprächen um einen Platz im Kalender kämpfen muss. Das Abo läuft, die ersten Videos sind gemacht, und dann kommt das Tagesgeschäft. Der Kanal schläft ein. Nicht, weil das Werkzeug schlecht wäre. Sondern weil ein Kanal mehr Arbeit ist als ein Video.
Dazwischen liegt eine ganze Menge, und darum geht es auf dieser Seite.
Was ein KI-Avatar-Werkzeug kann
Alle Werkzeuge in diesem Vergleich funktionieren nach demselben Prinzip. Sie wählen eine Figur, geben einen Text ein, wählen Sprache und Stimme, und die Software erzeugt ein Video, in dem die Figur diesen Text spricht. Lippenbewegung und Mimik rechnet die KI. Die meisten bieten dazu Untertitel, Hintergründe, einfache Schnittfunktionen und Vorlagen für Hochformat.
Die Figur ist entweder ein vorgefertigter Stock-Avatar aus der Bibliothek des Anbieters oder ein eigener Avatar. Für den eigenen laden Sie Aufnahmen von sich hoch, und das Werkzeug baut daraus einen digitalen Zwilling. Beides hat einen Haken, dazu weiter unten.
Für kurze Clips mit Untertiteln ist das Ergebnis inzwischen gut, deutlich besser jedenfalls, als viele erwarten, die vor zwei Jahren das letzte Mal einen sprechenden Avatar gesehen haben. Wer genau hinsieht, erkennt die KI trotzdem, und das ist auch in Ordnung, solange sie gekennzeichnet ist.
Die bekanntesten Werkzeuge im Überblick
Die folgenden Angaben stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 23. September 2026. Preise ändern sich oft, bitte prüfen Sie vor dem Kauf nach.
| Werkzeug | Gratisstufe | Erster Bezahltarif | Gedacht für |
|---|---|---|---|
| HeyGen | 3 Videos im Monat, bis 1 Minute | Creator: 29 $ im Monat, 24 $ bei Jahreszahlung | Creator, Marketing, viele Sprachen |
| Synthesia | 10 Minuten Video im Monat | Starter: 19 € im Monat, 12 € bei Jahreszahlung | Schulung, interne Kommunikation |
| Creatify | 10 Credits, etwa 2 Werbevideos, mit Wasserzeichen | Starter: 39 $ im Monat | Werbeanzeigen aus Produktlinks |
| MakeUGC | Testmonat für 1 $ | Monatstarife nach Guthaben | UGC-artige Werbeclips |
| Arcads | keine Preise ohne Anmeldung | nach Anmeldung | Werbeanzeigen im großen Stil |
HeyGen
Der bekannteste Name in dem Bereich. Die Gratisstufe erlaubt drei Videos im Monat mit bis zu einer Minute Länge und einem eigenen Avatar. Der Creator-Tarif für 29 $ im Monat bringt 600 Credits, Videos bis 30 Minuten, Stimmklonen und mehr als 175 Sprachen und Dialekte, Deutsch eingeschlossen. Das Wasserzeichen fällt erst in den bezahlten Tarifen weg. Das Unternehmen sitzt in den USA.
Synthesia
Stark bei Schulungs- und Erklärvideos, mit vielen Funktionen für Teams. Die kostenlose Basic-Stufe umfasst 10 Minuten Video im Monat und eine kleine Auswahl an Avataren. Der Starter-Tarif kostet 19 € im Monat oder 12 € bei jährlicher Zahlung und bringt mehr als 125 Avatare. Personal Avatars, also Ihr digitaler Zwilling, gibt es in den höheren Tarifen. Synthesia sitzt in London.
Creatify
Spezialisiert auf Werbeanzeigen. Sie geben einen Produktlink ein, das Werkzeug baut daraus einen Werbeclip mit KI-Darsteller. Die Gratisstufe bringt 10 Credits im Monat, laut Anbieter genug für zwei Videoanzeigen mit Wasserzeichen. Starter kostet 39 $ im Monat mit 300 KI-Darstellern.
MakeUGC und Arcads
Beide zielen auf Werbeanzeigen im Stil von UGC-Videos, also Clips, die aussehen, als hätte ein echter Kunde sie mit dem Handy gedreht. MakeUGC bietet einen Testmonat für einen Dollar. Arcads zeigt Preise erst nach der Anmeldung. Für Onlineshops mit vielen Anzeigen spannend, für einen Handwerksbetrieb eher nicht.
Kostenlos: Was geht ohne Geld?
Sehr viele Suchanfragen in diesem Bereich enthalten das Wort „kostenlos“, oft mit „ohne Anmeldung“. Ehrlich gesagt: Ohne Anmeldung geht bei keinem der großen Anbieter etwas. Mit Anmeldung schon, aber mit Grenzen.
- Wasserzeichen. In den Gratisstufen tragen die Videos meist ein Logo des Anbieters. Für einen Firmenkanal ist das keine Option.
- Länge und Menge. Drei Videos im Monat bis eine Minute bei HeyGen, zehn Minuten bei Synthesia. Das reicht zum Testen, nicht für einen Kanal mit mehreren Videos pro Woche.
- Auswahl. Weniger Avatare, weniger Stimmen, weniger Funktionen.
Unser Rat: Nutzen Sie die Gratisstufe, um zu sehen, ob Ihnen das Format liegt. Machen Sie drei Videos, zeigen Sie sie zwei Kunden und fragen Sie, wie es wirkt. Das kostet nichts außer einer Stunde, und danach wissen Sie mehr als nach jedem Vergleichsartikel, diesen eingeschlossen.
Ihr erstes Video mit einem Werkzeug
Wer es selbst ausprobieren will, kommt mit diesem Ablauf in einer Stunde zu einem ersten brauchbaren Ergebnis. Die Menüs heißen bei jedem Anbieter etwas anders, die Schritte sind überall gleich.
- Eine echte Kundenfrage wählen. Nicht „Wer wir sind“, sondern eine Frage, die diese Woche jemand gestellt hat.
- Das Skript schreiben, laut lesen, kürzen. 60 bis 100 Wörter reichen für 30 bis 45 Sekunden. Streichen Sie alles, was man nicht sagen würde, wenn man jemandem gegenübersitzt.
- Den ersten Satz dreimal umschreiben. Er entscheidet, ob jemand bleibt.
- Figur und Stimme wählen. Hören Sie drei deutsche Stimmen mit Ihrem eigenen Text an. Namen, Zahlen und Fachbegriffe klingen oft anders als erwartet.
- Hochformat einstellen, Untertitel einschalten, Logo klein in eine Ecke.
- Erzeugen und prüfen, am Handy, nicht am großen Bildschirm. So sehen es Ihre Zuschauer.
- Kennzeichnen und beim Hochladen den KI-Schalter der Plattform aktivieren.
Qualität prüfen, bevor es online geht
KI-Videos haben typische Fehler, die im Eifer übersehen werden. Diese Liste kostet zwei Minuten pro Video:
- Aussprache. Firmennamen, Ortsnamen, Abkürzungen und Zahlen. „2026“ wird manchmal als „zwei null zwei sechs“ gelesen.
- Lippen und Pausen. Passen Mundbewegung und Ton zusammen, besonders am Satzende?
- Untertitel. Stimmen sie mit dem Gesprochenen überein, und sind sie groß genug?
- Hände und Gesten. Wo die Figur gestikuliert, sieht man am ehesten, dass es KI ist.
- Inhalt. Stimmt jede Zahl, jede Frist, jeder Preis? Ein falsches Datum schadet mehr als ein unscharfes Bild.
- Kennzeichnung. Ist der Hinweis zu Beginn sichtbar?
- Musik. Ist die Musik für Unternehmen freigegeben? Auf TikTok gilt für Unternehmenskonten die Commercial Music Library.
Was ein Werkzeug nicht übernimmt
Hier liegt der Kern des ganzen Vergleichs, und er ist schnell gesagt: Ein Werkzeug erzeugt das Video, alles andere bleibt bei Ihnen.
- Die Idee. Worüber das Video spricht und welcher erste Satz die Leute hält.
- Das Skript. Das schreiben Sie selbst oder mit einem Chatprogramm. Das Werkzeug liest nur vor.
- Die Figur über Monate. Ein Kanal bleibt nur wiedererkennbar, wenn es in jedem Video dieselbe Person ist, mit passenden Kleidungs- und Hintergrundvarianten und derselben Stimme.
- Die Veröffentlichung. Hochladen als TikTok, Reel oder Short, Beschreibung, Hashtags, Zeitpunkt.
- Die Auswertung. Welche Videos werden zu Ende geschaut, wo steigen die Leute aus, was bringt Klicks, was kommt als Nächstes.
- Die Kennzeichnung. Seit dem 2. August 2026 müssen realistische KI-Videos als KI erkennbar sein. Wer ein Werkzeug nutzt, ist dafür selbst verantwortlich. Details im Ratgeber KI-Videos kennzeichnen.
Werkzeug, Agentur oder VeloFaces im Vergleich
| Werkzeug | Agentur mit Monatspaket | VeloFaces, Testphase | |
|---|---|---|---|
| Was Sie bekommen | eine Videodatei | fertige Videos zur Freigabe | fertige Videos auf Ihrem Kanal |
| Idee und Skript | Sie | die Agentur, meist nach Ihren Stichpunkten | wir |
| Die Figur | Stock-Avatar oder Ihr digitaler Zwilling | häufig ein digitaler Zwilling, dafür gibt es einen Drehtermin | eine eigens entworfene KI-Figur, kein Dreh |
| Veröffentlichung | Sie | je nach Paket | wir, auf TikTok, Instagram und YouTube |
| Auswertung | Sie | je nach Paket | monatlicher Bericht mit Empfehlung |
| Kennzeichnung als KI | Sie | je nach Agentur | wir, bei jedem Video |
| Ihr Zeitaufwand | hoch | gering: Stichpunkte und Freigabe | gering: Freigabe |
| Preis | 0 € bis 29 $ im Monat, plus Ihre Zeit | ab 490 € im Monat für drei Videos, dazu Einrichtung | Richtpreis 29 € netto je Werbevideo |
Die Agenturpreise stammen aus öffentlich einsehbaren Preisangaben deutscher Anbieter, Stand 23. September 2026. Wie sich das über ein ganzes Jahr rechnet, zeigt der Ratgeber Werbevideo erstellen lassen: Kosten.
Die versteckten Kosten beim Selbermachen
Das Abo ist der kleinste Posten. Diese Punkte tauchen in keiner Preistabelle auf.
Zeit
Idee finden, Skript schreiben, Video erzeugen, Untertitel prüfen, hochladen, Beschreibung schreiben, nach einer Woche nachsehen. Rechnen Sie selbst: Wenn das pro Video eine Stunde dauert und Sie vier Videos im Monat wollen, sind es im Jahr 48 Stunden. Das ist nicht viel, wenn es jemand gern macht. Und es ist sehr viel, wenn es jemand zwischen zwei Kundenterminen erledigen soll.
Lernkurve
Die ersten zehn Videos werden schlechter als die nächsten zehn. Das ist normal. Und ehrlich gesagt entscheidet sich genau in dieser Phase, in der noch wenig läuft und die Aufrufe im zweistelligen Bereich hängen, ob ein Kanal überlebt oder still eingestellt wird. Wer ein Werkzeug nutzt, zahlt diese Lernphase mit eigener Zeit und eigener Reichweite.
Stock-Avatare, die andere auch benutzen
Die fertigen Figuren aus den Bibliotheken stehen allen Kunden des Anbieters zur Verfügung. Es kann passieren, dass dieselbe Frau, die bei Ihnen über Heizungswartung spricht, im nächsten Video jemand anderem eine Hautcreme verkauft. Für Wiedererkennung ist das Gift. Ein eigener Avatar löst das, kostet aber mehr und braucht bei einem digitalen Zwilling Aufnahmen und die Einwilligung der Person.
Datenschutz und Vertrag
HeyGen sitzt in den USA, Synthesia in London. Wenn Sie Aufnahmen von Mitarbeitenden hochladen, sind das personenbezogene Daten. Prüfen Sie den Vertrag zur Auftragsverarbeitung und wo die Daten verarbeitet werden. Lösbar, ja. Aber es ist Arbeit.
Kennzeichnung und Plattformregeln
Wer selbst veröffentlicht, muss die Regeln der Plattformen kennen. TikTok verlangt, realistische KI-Inhalte zu kennzeichnen, und bietet dafür einen eigenen Schalter. YouTube fragt beim Hochladen im Studio nach. Wer es vergisst, riskiert, dass Beiträge entfernt werden.
Was ein Jahr Selbermachen wirklich kostet
Eine einfache Rechnung, damit die Zeit nicht unsichtbar bleibt. Die Annahmen sind bewusst schlicht, setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.
| Posten | Annahme | Jahr |
|---|---|---|
| Abo | HeyGen Creator, 29 $ im Monat | 348 $ |
| Videos | vier pro Monat | 48 Videos |
| Zeit pro Video | eine Stunde für Idee, Skript, Erstellung, Prüfung, Upload | 48 Stunden |
| Wert dieser Zeit | Beispiel: 50 € interner Stundensatz | 2.400 € |
| Auswertung | eine Stunde im Monat | 12 Stunden, 600 € |
| Summe | rund 3.300 € in Geld und Zeit |
Ist das die Wahrheit? Nein. Aber eine gute Diskussionsgrundlage. Wenn jemand im Team die Stunden gern und gut investiert, ist das ein sehr günstiger Kanal. Wenn diese Stunden von Kundenterminen abgehen, sieht die Rechnung anders aus. Zum Vergleich: 48 Videos kosten bei VeloFaces in der Testphase zum Richtpreis von 29 € netto je Video 1.392 €, Ihre Zeit für die Freigabe nicht mitgerechnet.
Datenschutz-Checkliste für KI-Werkzeuge
Bevor Sie Aufnahmen von sich oder Mitarbeitenden in ein Werkzeug hochladen, gehen Sie diese Punkte durch. Die meisten lassen sich in den Vertragsunterlagen oder Einstellungen des Anbieters klären.
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung: Bietet der Anbieter einen an, und haben Sie ihn abgeschlossen?
- Serverstandort und Übermittlung: Wo werden Videos, Stimmen und Texte verarbeitet? Wie ist die Übermittlung in Drittländer abgesichert?
- Training mit Ihren Daten: Darf der Anbieter Ihre Aufnahmen nutzen, um seine Modelle zu verbessern? Gibt es eine Möglichkeit, das abzuschalten?
- Löschung: Wie lange werden Aufnahmen gespeichert, und wie löschen Sie einen Avatar samt Stimme endgültig?
- Zugriff im Team: Wer im Unternehmen kann den Avatar benutzen? Ein Avatar der Geschäftsführung sollte nicht jedem offenstehen.
- Einwilligung: Liegt für jeden digitalen Zwilling die schriftliche Einwilligung der Person vor, mit Zweck, Dauer und Widerruf?
Das klingt nach viel. In der Praxis ist es ein Nachmittag Arbeit, und er schützt Sie vor dem unangenehmsten Szenario: einer Mitarbeiterin, die das Unternehmen verlässt und fragt, was mit ihrem Gesicht passiert.
Wann ein Werkzeug reicht
- Jemand im Team hat regelmäßig Zeit für Skript, Schnitt und Veröffentlichung und macht das gern.
- Sie brauchen Schulungs- oder Erklärvideos für intern, nicht für einen öffentlichen Kanal. Dafür ist Synthesia gebaut.
- Sie wollen erst ausprobieren, ob KI-Videos zu Ihrer Marke passen. Dafür sind die Gratisstufen ideal.
- Ein Marketing-Team testet Anzeigen in vielen Varianten. Dann sind Creatify, MakeUGC oder Arcads interessant.
- Sie wollen einzelne Videos in andere Sprachen übertragen.
Wann sich Erstellen-lassen lohnt
- Niemand im Betrieb hat Zeit für Social Media, der Kanal soll trotzdem regelmäßig laufen.
- Sie wollen nicht selbst vor die Kamera und auch keinen digitalen Zwilling von sich.
- Dieselbe Figur soll über Monate erkennbar bleiben und nur Ihnen gehören.
- Sie wollen eine Empfehlung statt Rohdaten: was hält, was nicht, was als Nächstes kommt.
- Sie wollen sich um Kennzeichnung und Plattformregeln nicht selbst kümmern.
Wie ein solcher Auftrag abläuft und worauf Sie beim Anbieter achten sollten, steht im Ratgeber KI-Video erstellen lassen.
Das Mischmodell
Zwischen „alles selbst“ und „alles abgeben“ gibt es Zwischenstufen, die in Vergleichen oft fehlen.
- Selbst erzeugen, Texte einkaufen. Sie nutzen das Werkzeug, lassen sich aber einmal im Monat zehn Skripte schreiben. Das löst das schwierigste Problem, den Inhalt.
- Einrichten lassen, dann selbst weitermachen. Eine Agentur baut Figur, Vorlagen und Format, Sie produzieren danach selbst. Gut, wenn jemand im Team Zeit hat, aber keine Erfahrung.
- Produktion abgeben, Veröffentlichung behalten. Sie bekommen fertige Videos und laden sie selbst hoch. Spart Geld, kostet aber Disziplin.
Welche Stufe passt, hängt weniger vom Budget ab als von der Frage, wer in Ihrem Betrieb verlässlich Zeit hat. Seien Sie da ehrlich zu sich selbst. Die meisten Kanäle scheitern nicht an Geld, sondern an Woche fünf.
Suchen Sie wirklich eine HeyGen-Alternative?
Wer „HeyGen Alternative“ oder „Synthesia Alternative“ sucht, will selten einfach ein anderes Werkzeug mit denselben Funktionen. Meist steckt einer von vier Wünschen dahinter:
- Günstiger. Dann lohnt ein Blick auf die Jahrestarife. Synthesia kostet jährlich bezahlt 12 € statt 19 € im Monat.
- Besser auf Deutsch. Beide großen Werkzeuge können Deutsch. Hören Sie sich die Stimmen an, bevor Sie zahlen. Die Unterschiede zwischen einzelnen Stimmen sind größer als zwischen den Anbietern.
- Mit Daten in der EU. Dann prüfen Sie den Vertrag zur Auftragsverarbeitung und die Serverstandorte. Genau hier unterscheiden sich die Anbieter wirklich.
- Jemand, der es für mich macht. Dann suchen Sie keine Alternative zu HeyGen, sondern eine Agentur oder einen Dienst. Völlig legitim, nur eben ein anderes Produkt.
Wenn Sie beim vierten Punkt genickt haben, ist VeloFaces vielleicht interessant. Wir entwerfen eine eigene KI-Figur für Ihr Unternehmen, schreiben, produzieren, veröffentlichen und werten aus. In der Testphase zum Richtpreis von 29 € netto je Werbevideo. Zur Anfrage.
Fünf Fragen für Ihre Entscheidung
- Gibt es jemanden im Team, der jede Woche eine bis zwei Stunden für Videos hat und das gern macht?
- Soll der Kanal öffentlich wachsen oder brauchen Sie Videos für intern?
- Soll eine echte Person aus dem Betrieb zu sehen sein oder lieber niemand?
- Wie wichtig ist Ihnen, dass die Figur nur Ihnen gehört?
- Wer kümmert sich um Kennzeichnung, Datenschutz und Plattformregeln?
Wenn Sie die ersten beiden Fragen mit „ja“ und „öffentlich“ beantworten, spricht viel für ein Werkzeug. Wenn die erste Antwort „nein“ ist, spricht viel dagegen, egal wie gut das Werkzeug ist.
Häufige Fragen
Ist VeloFaces eine HeyGen-Alternative?
Nicht im engeren Sinn. HeyGen ist ein Werkzeug, mit dem Sie selbst Videos erzeugen. VeloFaces ist ein Dienst: Wir entwerfen die Figur, schreiben, produzieren, veröffentlichen und werten aus. Wer ein Werkzeug sucht, ist bei HeyGen oder Synthesia richtig.
Kann ich KI-Avatar-Videos kostenlos erstellen?
Zum Ausprobieren ja. HeyGen erlaubt in der Gratisstufe drei Videos im Monat bis eine Minute, Synthesia zehn Minuten Video im Monat, Creatify etwa zwei Werbevideos. Meist mit Wasserzeichen und immer mit Anmeldung. Für einen Firmenkanal reicht das nicht. Stand: 23. September 2026.
Welches Werkzeug ist das beste?
Das hängt vom Zweck ab. Synthesia ist stark bei Schulungen und interner Kommunikation, HeyGen bei vielen Sprachen und Creator-Videos, Creatify und MakeUGC bei Werbeanzeigen. Testen Sie die Gratisstufen mit Ihrem eigenen Text, bevor Sie sich festlegen.
Funktioniert HeyGen auf Deutsch?
Ja. Laut Preisseite unterstützt der Creator-Tarif mehr als 175 Sprachen und Dialekte, die Gratisstufe mehr als 30. Hören Sie sich die deutschen Stimmen vorher an, die Qualität schwankt zwischen einzelnen Stimmen.
Muss ich Videos aus HeyGen oder Synthesia als KI kennzeichnen?
Wenn sie realistisch wirken, ja. Seit dem 2. August 2026 verlangt die KI-Verordnung der EU, dass solche Inhalte als KI erkennbar sind. TikTok und YouTube haben dafür eigene Einstellungen. Wer selbst veröffentlicht, ist selbst verantwortlich.
Kann ich mit einem Werkzeug anfangen und später wechseln?
Ja. Wer merkt, dass Skript, Veröffentlichung und Auswertung zu viel Zeit kosten, kann jederzeit wechseln. Umgekehrt genauso. Klären Sie nur vorher, wem ein eigener Avatar gehört und ob Sie ihn mitnehmen können.
Quellen
- Preisseiten von HeyGen, Synthesia, Creatify und MakeUGC, abgerufen am 23.09.2026.
- TikTok-Hilfe: Über KI-generierte Inhalte, abgerufen am 23.09.2026.
- YouTube-Hilfe: Veränderte oder synthetische Inhalte offenlegen, abgerufen am 23.09.2026.
- Öffentliche Preisangaben deutscher Anbieter von KI-Avatar-Videos, abgerufen am 23.09.2026.
