Ratgeber
KI-Video erstellen lassen: So läuft es ab, das kostet es
Stand: 23. September 2026 · Lesezeit etwa 14 Minuten · von VeloFaces
Sie wollen Videos für Social Media, aber niemand im Betrieb hat Zeit, und vor die Kamera will auch keiner. Dann klingt „KI-Video erstellen lassen“ nach der Lösung. Oft ist es das. Nur verkaufen unter diesem Begriff sehr unterschiedliche Anbieter sehr unterschiedliche Dinge, von der Videodatei für 29 Euro bis zum Avatar-Projekt für 7.500 Euro. Dieser Ratgeber sortiert das.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein KI-Video ist meist ein Avatar-Video: Eine KI-Figur spricht einen Text, den vorher jemand geschrieben hat.
- Die Figur ist entweder ein digitaler Zwilling einer echten Person (mit Drehtermin) oder eine eigens entworfene KI-Figur (ohne Dreh).
- Öffentlich genannte Preise reichen von Monatspaketen ab 490 € für drei Videos bis zu 7.500 € allein für die Entwicklung eines Avatars.
- Entscheidend für den Erfolg ist nicht die Technik, sondern Skript, Regelmäßigkeit und Auswertung. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben.
- Realistische KI-Videos müssen seit dem 2. August 2026 als KI erkennbar sein. Ein guter Anbieter kümmert sich darum.
Was mit „KI-Video“ gemeint ist
Der Begriff ist unscharf. Wer ihn in eine Suchmaschine tippt, landet bei Filmstudios, bei Software aus den USA und bei kleinen Agenturen, die alle etwas anderes meinen. Für Unternehmen sind vor allem vier Arten wichtig.
1. Avatar-Videos
Eine KI-Figur schaut in die Kamera und spricht einen Text. Lippen, Mimik und Stimme erzeugt die Software. Genau das meinen die meisten, wenn sie „KI-Video erstellen lassen“ suchen, und es ist das Format, das auf TikTok, Instagram und YouTube Shorts am häufigsten eingesetzt wird: ein Gesicht, ein Satz, eine Botschaft, 20 bis 60 Sekunden.
2. Generierte Szenen
Hier entsteht das ganze Bild aus einer Textbeschreibung, also Landschaften, Produkte in Szene, kleine Geschichten. Das sieht beeindruckend aus, ist aber schwer zu steuern. Dieselbe Figur in zehn Videos gleich aussehen zu lassen, bleibt mühsam. Für eine einzelne Kampagne kann das passen, für einen Kanal, der jede Woche etwas zeigen soll, eher nicht.
3. Erklärvideos mit KI-Stimme
Animationen oder Bildschirmaufnahmen, dazu eine synthetische Sprecherstimme. Günstig und sachlich. Gut für Anleitungen, Schulungen und Produkterklärungen, weniger gut für Reichweite in sozialen Netzwerken, weil dort Gesichter besser funktionieren als Grafiken.
4. Übersetzte Videos
Ein vorhandenes Video wird in andere Sprachen übertragen, die Lippenbewegung passt sich an. Praktisch für Firmen mit Kunden im Ausland. Das setzt aber voraus, dass es schon Videos gibt.
Dieser Ratgeber dreht sich vor allem um die erste Art, also um Avatar-Videos für Social Media. Wo die anderen relevant sind, steht es dabei.
Für wen sich das Erstellen-lassen lohnt
Nicht für jeden. Wer eine Mitarbeiterin hat, die gern vor der Kamera steht, und jemanden, der schneiden kann, braucht keine KI-Figur. Echte Menschen wirken echter. Das klingt banal, wird aber in Verkaufsgesprächen gern unterschlagen.
Machen lassen lohnt sich vor allem in diesen Fällen:
- Niemand hat Zeit. Das ist der häufigste Grund. Ein Kanal braucht Regelmäßigkeit, und die scheitert selten am Willen, sondern am Kalender.
- Niemand will vor die Kamera. Inhaber in Handwerk, Praxis oder Kanzlei sind oft sehr gut in ihrem Fach und sehr ungern auf TikTok. Völlig verständlich.
- Der Kanal soll unabhängig von Personen sein. Wenn das Gesicht der Firma eine Angestellte ist und sie kündigt, ist auch der Kanal weg. Eine KI-Figur kündigt nicht.
- Sie brauchen viele Varianten. Dieselbe Botschaft für drei Zielgruppen, in zwei Sprachen, in kurzen und langen Fassungen. Mit Dreh ist das teuer, mit Avatar kaum Mehraufwand.
- Recruiting. Stellenanzeigen als kurzes Video werden eher angeschaut als ein PDF. Viele Betriebe haben aber nicht die Ruhe für einen Drehtag.
Aber: Wer nur ein einziges Video für die Website braucht, fährt mit einem klassischen Dreh oft besser. Ein echter Blick in die Werkstatt schlägt jede KI-Figur, wenn es nur einmal sein muss.
So läuft ein Auftrag ab
Die Abläufe unterscheiden sich im Detail. Im Kern sind es bei fast allen Anbietern sechs Schritte, und bei jedem lohnt eine Frage an die Agentur.
Schritt 1: Ziel und Kanal festlegen
Was soll passieren, wenn jemand das Video gesehen hat? Anrufen, einen Termin buchen, sich bewerben, die Marke kennen? Davon hängt alles ab: Länge, Ton, Plattform. Ein Recruiting-Video für Azubis gehört auf TikTok und Instagram, ein Erklärvideo für Bestandskunden eher auf die Website oder in einen Newsletter. Gute Anbieter fragen das zuerst. Schlechte fragen zuerst nach dem Budget.
Schritt 2: Die Figur bauen
Hier trennen sich die Wege. Entweder wird eine echte Person aus Ihrem Unternehmen einmal gefilmt und daraus ein digitaler Zwilling gerechnet. Oder die Agentur entwirft eine eigene KI-Figur, die es so nicht gibt. Beides hat Vor- und Nachteile, dazu gleich mehr. In beiden Fällen gilt: Die Figur muss in jedem Video dieselbe sein. Gleiches Gesicht, gleiche Stimme, möglichst mehrere Kleidungs- und Hintergrundvarianten, damit der Kanal nicht langweilig wird.
Schritt 3: Skript
Unterschätzt, und zwar gewaltig. Die Software liest vor, was im Skript steht. Mehr nicht. Ein guter Text für ein Kurzvideo hat einen ersten Satz, der hält, einen einzigen Gedanken und ein klares Ende. Das zu schreiben ist Handwerk. Fragen Sie, wer bei der Agentur die Texte schreibt und ob Sie Stichpunkte liefern müssen oder ganze Texte.
Schritt 4: Produktion
Das Erzeugen selbst geht schnell. Dazu kommen Schnitt, Untertitel (die meisten Kurzvideos werden ohne Ton angesehen), Musik mit geklärten Rechten und das Format: vertikal 9:16 für TikTok, Reels und Shorts.
Schritt 5: Freigabe
Sie sehen jedes Video, bevor es online geht. Das sollte selbstverständlich sein. Fragen Sie trotzdem, wie viele Korrekturschleifen im Preis enthalten sind und wie schnell sie laufen.
Schritt 6: Veröffentlichen und auswerten
Hier hören viele Angebote auf. Sie bekommen Dateien und dürfen sie selbst hochladen. Völlig in Ordnung, wenn Sie jemanden dafür haben. Wenn nicht, fragen Sie gezielt: Wer lädt hoch, wer schreibt die Beschreibung, wer schaut nach vier Wochen, welche Videos zu Ende gesehen wurden und welche nicht? Ohne diesen letzten Schritt lernt niemand etwas, und die zehnte Folge ist so gut oder schlecht wie die erste.
Unsere Faustregel: Wenn ein Angebot nur die Schritte 2 bis 4 enthält, kaufen Sie Videos. Wenn es alle sechs enthält, kaufen Sie einen Kanal. Beides kann richtig sein. Aber es sollte Ihnen vorher klar sein, was von beiden.
Digitaler Zwilling oder eigene KI-Figur?
Die meisten deutschen Agenturen bauen digitale Zwillinge. Jemand aus Ihrem Unternehmen, oft die Geschäftsführung, wird einen halben oder ganzen Tag lang gefilmt, spricht Beispieltexte, und daraus entsteht ein Avatar, der danach beliebige Texte sprechen kann. Die andere Möglichkeit ist eine Figur, die nur für Ihr Unternehmen entworfen wird und keiner echten Person nachgebildet ist.
| Digitaler Zwilling | Eigene KI-Figur | |
|---|---|---|
| Dreh nötig | ja, meist einmal, einige Stunden | nein |
| Wirkung | vertraut, wenn die Person bekannt ist | neutral, baut Bekanntheit erst auf |
| Wenn die Person das Unternehmen verlässt | Avatar ist meist nicht mehr nutzbar | kein Problem |
| Rechtliches | schriftliche Einwilligung der Person nötig, Widerruf regeln | keine reale Person betroffen |
| Kennzeichnung als KI | ja, wenn realistisch | ja, wenn realistisch |
| Passt gut für | Chefinnen und Chefs mit Gesicht, Experten, Schulungen | Betriebe, in denen niemand vor die Kamera will |
Beim digitalen Zwilling wird die Einwilligung gern zur Nebensache. Das sollte sie nicht sein. Die Person muss schriftlich zustimmen, wofür ihr Abbild verwendet wird, wie lange, und was passiert, wenn sie das später nicht mehr möchte. Seriöse Anbieter haben dafür eine Vorlage und sprechen es von sich aus an.
Bei einer eigenen KI-Figur fällt diese Frage weg. Dafür muss die Figur erst Vertrauen aufbauen, weil sie niemand kennt. Das geht über Regelmäßigkeit: Wer dieselbe Figur zwanzigmal gesehen hat, erkennt sie wieder.
Was ein KI-Video kostet
Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt davon ab, was Sie kaufen. Eine Videodatei, einen Avatar oder einen laufenden Kanal. Einen ausführlichen Vergleich mit klassischen Drehs finden Sie im Ratgeber Werbevideo erstellen lassen: Kosten. Hier die Kurzfassung mit öffentlich genannten Preisen, Stand 23. September 2026.
| Was | Öffentlich genannter Preis | Was darin steckt |
|---|---|---|
| KI-Avatar-Software im Abo | ab 12 € bis 29 $ im Monat, es gibt Gratisstufen | Sie erstellen selbst, mit Wasserzeichen in den Gratisstufen |
| Agentur, Monatspaket | ab 490 € im Monat für drei Videos, dazu 790 € Einrichtung | Avatar, Texte nach Stichpunkten, fertige Videos zur Freigabe |
| Agentur, Avatar-Projekt | ab 7.000 bis 7.500 € für den Avatar, Videos einzeln ab 490 € | individueller Avatar, Produktion pro Clip |
| Klassischer Dreh zum Vergleich | 3.000 bis 5.000 € für ein Social-Media-Video mit einem Drehtag | echte Menschen, echter Ort, ein Ergebnis |
| VeloFaces in der Testphase | Richtpreis 29 € netto je Werbevideo | eigene KI-Figur, Produktion, Veröffentlichung, Monatsbericht |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens liegen die Agenturpreise weit auseinander, weil manche einen Kanal betreiben und andere einmalig ein Projekt abliefern. Zweitens ist der Preis pro Video bei einem laufenden Paket fast immer niedriger als bei Einzelaufträgen. Wer regelmäßig posten will, sollte deshalb nach Paketen fragen, nicht nach Stückpreisen.
Und noch etwas: Der Preis für den Avatar ist nur der Anfang. Rechnen Sie das erste Jahr durch. Zwölf Monate mal Monatspaket plus Einrichtung, dagegen zwölf Monate eigene Arbeitszeit mit einem Werkzeug. Welche der beiden Rechnungen für Sie aufgeht, steht im Vergleich KI-Avatar-Software oder Agentur.
Woran Sie einen guten Anbieter erkennen
Die Technik ist inzwischen bei fast allen ähnlich gut, und wer Ihnen im ersten Gespräch vor allem etwas von Auflösung, Lippensynchronität und dem neuesten Modell erzählt, redet aus unserer Sicht am eigentlichen Punkt vorbei. Die Unterschiede liegen woanders. Diese Fragen trennen ziemlich zuverlässig:
- Wem gehört der Avatar? Können Sie ihn mitnehmen, wenn Sie wechseln? Darf die Agentur ihn für andere Kunden verwenden? Die Antwort gehört in den Vertrag.
- Wer schreibt die Texte? Und nach welchem Muster? Ein Anbieter, der dazu nichts Konkretes sagen kann, liefert vermutlich hübsche Videos ohne Wirkung.
- Wie wird gekennzeichnet? Realistische KI-Videos müssen als KI erkennbar sein. Mehr dazu im Ratgeber KI-Videos kennzeichnen. Wer das kleinredet, riskiert Ihren Kanal, nicht seinen.
- Gibt es echte Beispiele? Nicht ein Showreel, sondern einen Kanal, der seit Monaten läuft. Wenn es noch keinen gibt, sollte der Anbieter das offen sagen.
- Was passiert nach der Veröffentlichung? Gibt es eine Auswertung? Wer entscheidet, was in der nächsten Folge anders wird?
- Wo liegen Ihre Daten? Aufnahmen, Stimmproben, Texte. Fragen Sie nach dem Serverstandort und einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Wie kommen Sie wieder raus? Kündigungsfrist, Laufzeit, was mit fertigen Videos passiert.
Und eine Warnung, die aus unserer Sicht nicht oft genug gesagt wird: Misstrauen Sie Anbietern, die mit Zahlen wie „500 Prozent mehr Conversion“ werben, ohne zu sagen, wo die herkommen. Ein KI-Video ist ein Werkzeug. Ob es wirkt, hängt vom Inhalt ab, von der Zielgruppe und davon, wie lange man durchhält.
Die häufigsten Fehler
Sie passieren mit und ohne Agentur, und die meisten haben nichts mit KI zu tun.
- Zu lang. Ein Kurzvideo, das nach zehn Sekunden noch nicht zur Sache gekommen ist, wird weggewischt. Ein Gedanke pro Video reicht.
- Kein erster Satz. Die ersten zwei, drei Sekunden entscheiden. „Hallo, ich bin …“ ist kein Einstieg. Eine Frage, ein Fehler, den jeder kennt, eine überraschende Zahl sind einer.
- Jedes Mal ein anderes Gesicht. Wer mit Stock-Avataren arbeitet und mal diesen, mal jenen nimmt, verschenkt Wiedererkennung.
- Unregelmäßig. Drei Videos in einer Woche, dann sechs Wochen nichts. Algorithmen und Menschen merken sich Kanäle, die verlässlich da sind.
- Nicht gekennzeichnet. Das kann Reichweite kosten und im schlimmsten Fall den ganzen Beitrag.
- Behauptungen, die nicht stimmen. Eine KI-Figur, die von „meiner Ausbildung“ oder „meinen Kunden“ erzählt, obwohl es beides nicht gibt, verspielt Vertrauen. Und je nach Branche wird es rechtlich heikel.
Was Sie vorbereiten sollten
Je besser die Vorarbeit, desto schneller das erste gute Video. Eine halbe Stunde reicht für diese Liste:
- Zwei, drei Sätze dazu, was Ihr Unternehmen macht und für wen.
- Die zehn Fragen, die Kunden am häufigsten stellen. Das sind Ihre ersten zehn Videos.
- Was das Video bewirken soll: Anfrage, Bewerbung, Bekanntheit.
- Was auf keinen Fall gesagt werden darf. In manchen Branchen gibt es Werbeverbote, etwa für Heilversprechen.
- Logo, Farben, eventuell Schriften.
- Zugang zu den Kanälen oder die Entscheidung, sie neu anzulegen. Wie das bei TikTok geht, steht im Ratgeber TikTok für Unternehmen.
Welche Länge, welches Format?
Für Social Media hat sich ein Standard durchgesetzt, und er ist einfacher, als viele denken.
- Hochformat 9:16. TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts werden auf dem Handy geschaut, und zwar hochkant. Querformat verschenkt zwei Drittel des Bildschirms.
- 20 bis 60 Sekunden. Lang genug für einen Gedanken, kurz genug, dass die meisten bis zum Ende bleiben. Längere Videos gehen, brauchen aber einen sehr guten Grund.
- Untertitel immer. Viele schauen ohne Ton, in der Bahn, im Wartezimmer, im Büro. Ohne Untertitel verpasst ein großer Teil die Botschaft.
- Ein Gedanke pro Video. Wer drei Tipps in 30 Sekunden packt, hat drei halbe Videos gemacht. Besser drei ganze.
- Ein Ende mit Richtung. Was soll jemand danach tun? Profil besuchen, einen Kommentar schreiben, die Website öffnen. Einmal sagen reicht.
Für die Website oder einen Newsletter kann das Querformat 16:9 sinnvoll sein. Ein guter Anbieter liefert beides aus demselben Material, ohne dafür doppelt zu rechnen. Fragen Sie danach.
Verträge, Einwilligung, Datenschutz
Klingt trocken, erspart aber später Ärger. Drei Dinge sollten schriftlich geregelt sein, bevor das erste Video entsteht.
Nutzungsrechte an Videos und Figur
Wofür dürfen Sie die Videos nutzen? Nur auf dem eigenen Kanal, auch als Anzeige, auch auf Messen, auch in fünf Jahren noch? Und wem gehört die Figur? Bei vielen Angeboten bleibt der Avatar Eigentum der Agentur, und Sie dürfen ihn nur nutzen, solange Sie Kunde sind. Das ist nicht unfair, aber Sie sollten es vorher wissen.
Einwilligung der gezeigten Person
Beim digitalen Zwilling braucht es die schriftliche Einwilligung der Person, deren Gesicht und Stimme verwendet werden. Darin sollte stehen, wofür, wie lange, und was bei Widerruf passiert. Wenn die Person das Unternehmen verlässt, ist die Frage nicht mehr theoretisch. Bei einer eigens entworfenen KI-Figur entfällt dieser Punkt.
Auftragsverarbeitung
Aufnahmen, Stimmproben, Texte mit internen Informationen: Das sind Daten, die ein Dienstleister für Sie verarbeitet. Dafür braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach der DSGVO. Fragen Sie außerdem, welche Software der Anbieter nutzt und wo deren Server stehen. Viele Avatar-Werkzeuge kommen aus den USA oder Großbritannien.
Ein Beispiel: der erste Monat
Damit der Ablauf greifbar wird, ein ausgedachtes Beispiel. Ein Heizungsbauer mit zwölf Leuten will Kunden in der Region erreichen und Azubis finden. Niemand im Betrieb möchte vor die Kamera.
- Woche 1: Ein Gespräch über Ziele, Zielgruppe und Grenzen. Der Inhaber schreibt die zehn Fragen auf, die Kunden am häufigsten stellen, von „Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?“ bis „Warum gluckert meine Heizung?“. Die Agentur entwirft eine Figur: ruhig, sachlich, Arbeitskleidung, eine Stimme, die nach Fachmann klingt, nicht nach Verkäufer.
- Woche 2: Die ersten sechs Skripte, jedes 30 bis 45 Sekunden. Der Inhaber streicht zwei Sätze, die zu viel versprechen, und ergänzt einen Hinweis zu Fördermitteln. Danach werden die Videos produziert, mit Untertiteln und KI-Hinweis.
- Woche 3: Freigabe am Handy, zwei kleine Änderungen. Dann gehen die ersten drei Videos auf TikTok, Instagram und YouTube online, verteilt über die Woche.
- Woche 4: Drei weitere Videos. Am Monatsende ein kurzer Bericht: Das Video zum Gluckern wurde am längsten angeschaut, das zur Förderung am häufigsten geteilt. Die Empfehlung für Monat zwei: mehr Alltagsprobleme, weniger Technik.
Unspektakulär? Ja. Und genau darum geht es. Ein Kanal wächst nicht durch ein virales Video, sondern durch Wochen, in denen verlässlich etwas Nützliches erscheint.
Wann ein klassischer Dreh die bessere Wahl ist
Damit dieser Ratgeber nicht einseitig bleibt: Es gibt Fälle, in denen wir selbst von einem KI-Video abraten würden.
- Der Film für die Startseite, der zeigen soll, wer Sie sind. Dort gehören echte Menschen und echte Räume hin.
- Referenzen und Kundenstimmen. Eine KI-Figur kann niemanden zitieren, der nicht existiert, und sie sollte es auch nicht versuchen.
- Emotionale Themen, etwa in der Pflege oder bei Trauerfällen. Hier zählt Vertrauen in echte Personen mehr als Regelmäßigkeit.
- Einmalige Anlässe wie ein Jubiläum oder eine Neueröffnung. Das lohnt einen richtigen Drehtag.
Wie VeloFaces arbeitet
Kurz, damit Sie einordnen können, woher dieser Ratgeber kommt. VeloFaces baut für Unternehmen eine eigene KI-Figur, schreibt die Texte, produziert kurze vertikale Videos mit Untertiteln, veröffentlicht sie auf TikTok, Instagram und YouTube und schickt einmal im Monat einen Bericht mit Empfehlung. Jedes Video ist als KI gekennzeichnet.
Wir sind im Aufbau und sagen das auch. Bevor wir Kunden annehmen, testen wir das Modell an einem eigenen Kanal: Mira, unsere erste KI-Avatarin, erklärt Grundschuleltern Uhrzeit, Buchstaben und Zahlen. In der Testphase gibt es 15 Plätze, der Richtpreis liegt bei 29 € netto je Werbevideo.
Wenn Sie wissen möchten, ob das zu Ihrem Betrieb passt, schreiben Sie uns über das Formular. Wir melden uns schriftlich, ohne Verkaufsanruf.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis das erste KI-Video fertig ist?
Das hängt vor allem an der Figur. Ein digitaler Zwilling braucht einen Drehtermin und danach Zeit für das Training. Eine eigene KI-Figur entsteht ohne Dreh. Das eigentliche Video ist danach in Stunden fertig, die Abstimmung über Texte und Freigabe dauert meist länger als die Produktion.
Brauche ich eigene Aufnahmen oder Fotos?
Für einen digitalen Zwilling ja: Die Person wird gefilmt. Für eine eigens entworfene KI-Figur nein. Logo und Farben sollten Sie trotzdem liefern, damit die Videos zu Ihrem Auftritt passen.
Merken die Zuschauer, dass es eine KI ist?
Sie sollen es merken. Realistische KI-Videos müssen als KI erkennbar sein, TikTok und YouTube verlangen das ebenfalls. Gute Kanäle machen daraus kein Geheimnis. Was zählt, ist ein nützlicher Inhalt und eine Figur, die nichts behauptet, was sie nicht erlebt hat.
Kann ich die Videos auch für Werbeanzeigen nutzen?
Meist ja, das sollte aber im Vertrag stehen. Bei klassischen Drehs und bei UGC-Videos von echten Creatorn kosten Nutzungsrechte für bezahlte Anzeigen oft extra. Fragen Sie ausdrücklich danach.
Was kostet es, ein KI-Video erstellen zu lassen?
Öffentlich genannte Preise deutscher Anbieter reichen von 490 € im Monat für drei Videos plus Einrichtung bis zu über 7.000 € allein für einen individuellen Avatar. Software zum Selbermachen gibt es ab 12 € im Monat. VeloFaces nennt in der Testphase einen Richtpreis von 29 € netto je Werbevideo. Stand: 23. September 2026.
Ist ein KI-Video günstiger als ein normaler Dreh?
Pro Video fast immer. Ein Social-Media-Video mit einem Drehtag kostet laut Preisübersichten von Filmproduktionen 3.000 bis 5.000 €. Dafür zeigt ein Dreh echte Menschen und echte Orte. Für ein einzelnes Imagevideo kann das die bessere Wahl sein, für regelmäßige Kurzvideos eher nicht.
Quellen
- Eigenart Filmproduktion: Werbevideo erstellen lassen: Kosten 2026, abgerufen am 23.09.2026.
- Öffentliche Preisangaben deutscher Anbieter von KI-Avatar-Videos (Monatspakete und Avatar-Entwicklung), abgerufen am 23.09.2026.
- Preisseiten von HeyGen und Synthesia, abgerufen am 23.09.2026.
- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Art. 50.
